Die strengen, eindeutigen Kriterien unseres Nachhaltigkeits-Standards


Um unsere Zertifikate nachhaltig einzustufen, beziehen wir uns auf strenge, eindeutige Kriterien, die wir definiert und im Nachhaltigkeits-Standard für Raiffeisen Zertifikate festgeschrieben haben.

Ganzheitliche Berücksichtigung: Nachhaltige Anlageprodukte berücksichtigen ökologische oder soziale Ziele bzw. Prinzipien der verantwortlichen Unternehmensführung oder eine Kombination daraus. Jedenfalls stellt unsere Nachhaltigkeitsstrategie sicher, dass die Verfolgung keines dieser Ziele oder Prinzipien dazu führt, dass ein anderes vollständig außer Acht gelassen oder gar verletzt wird (sogenanntes „do not significantly harm“-Prinzip).

Ob ein Zertifikat nach diesem Regelwerk nachhaltig ist oder nicht, wird mittels Ausschlussverfahren festgestellt. 

Produktbezogene Ausschlusskriterien

  • Hebelprodukte (Faktor-, Turbo-Zertifikate, Optionsscheine) gelten als nicht ESG-kompatibel
  • Short- bzw. Reverse-Produkte (auf fallende Kurse) sind nicht ESG-kompatibel

Basiswertbezogene Ausschlusskriterien

ESG-Einzeltitel
Bei der Auswahl von Einzeltiteln führen wir auf Basis der Analysedaten von Raiffeisen Research eine aktive Selektion von Einzelaktien nach angemessenen ESG-Kriterien durch und schließen jene Emittenten aus, die unter die ESG-Ausschlusskriterien fallen.
ESG-Index
Ein zugrundeliegender Index muss sich auf Basis eines ESG-Scorings bilden sowie den ESG-Prüfung für Raiffeisen Zertifikate Stand halten.
Hierbei muss eine klare Logik für ESG-Mindestausschlüsse und eine aktive Auswahl von Aktienbestandteilen nach angemessenen ESG-Kriterien erfolgen.
Menschenrechte
Ausschlussgrund sind schwere Verstöße gegen die oben genannten UN Global Compact Prinzipien
(ohne positive Perspektive).
Kohle
Mehr als 25 % des Umsatzes aus Kohle bei Einzeltiteln
ist ein Ausschlussgrund.
Rüstungsgüter
Mehr als 10 % des Umsatzes aus Rüstungsgütern ist bei Einzeltiteln ein Ausschlussgrund.
Bei geächteten Waffen (Anti-Personenminen, Streumunition, B- und C-Waffen) gilt eine Nulltoleranz (0 % des Umsatzes) bei Einzeltiteln.
Tabak
Unternehmen, die mehr als 5 % des Umsatzes mit Tabak erwirtschaften,
können als Basiswert für nachhaltige Produkte nicht herangezogen werden.
Agrarrohstoffe  
Basiswerte auf den Handel sogenannter Soft Commodities,
wie z.B. Weizen, Kaffee oder Zucker, werden ausgeschlossen, um Spekulationen mit lebenswichtigen Rohstoffen zu vermeiden.
Atomkraft
Ab Umsatzanteilen über 10 % in Bezug auf Atomkraft
wird ein Unternehmen ausgeschlossen.
Staatsemittenten
Das Rating der internationalen Nichtregierungsorganisation "Freedom House" zur Förderung liberaler Demokratien
muss mit einem Score über 70 "partially free" bewertet sein. Wird ein Land als "unfrei" eingestuft, wird dieses ausgeschlossen.


Die Ausschlusskriterien wurden auf Basis der Taxonomie- und Offenlegungsverordnung der Europäischen Union in Abstimmung mit der Corporate Governance für Raiffeisen Zertifikate, sowie in Anlehnung an die Empfehlungen der Wirtschaftskammer Österreich (WKO) und in Anbetracht der RBI Business Policies entwickelt.

Wichtige nachteilige Auswirkungen auf Nachhaltigkeit (PAI)

Bei nachhaltigen Zertifikaten von Raiffeisen werden wichtige negative Auswirkungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren - "Principal Adverse Impacts", kurz PAIs - berücksichtigt. Raiffeisen-Zertifikate können die folgenden wichtigen Gruppen von PAIs berücksichtigen:

TreibhausgasemissionenWasserschutz und Wasserverbrauch

Artenvielfalt (Biodiversität)

Soziale, arbeits- und menschenrechtliche Belange inkl. Korruption und Bestechung
Abfallvermeidung  


Diese Berücksichtigungen von PAIs erfolgen auf Ebene des Emittenten (abgeleitet vom Nachhaltigkeitsreport der Raiffeisen Bank International) sowie auf Ebene des Basiswerts (laut dem Nachhaltigkeits­standard für Raiffeisen Zertifikate und der Einhaltung einer dezidierten ESG-Strategie).

Prinzipien & Ratings


Unsere nachhaltigen Anlageprodukte werden auf Basis von ESG (Environment, Social, Governance) konzipiert. Das heißt, wir von Raiffeisen Zertifikate berücksichtigen Kriterien aus den Bereichen Umwelt, Soziales und verantwortungsvolle Unternehmensführung und beziehen dabei Ausschlusskriterien, welche beispielsweise jene Unternehmen oder Basiswerte umfassen, die definierte Umsatzschwellen in problematischen Geschäftsfeldern überschreiten, mit ein. 

 Darüber hinaus handeln wir nach globalen Prinzipien der Nachhaltigkeit der Vereinten Nationen.
Weitere Informationen auf der Website von Global Compact Network Austria →

Die gesamte Raiffeisen Bank International Gruppe (RBI) ist per 2021 offizieller Unterzeichner der UN Principles for Responsible Banking – eines einheitlichen Rahmenwerks für ein nachhaltiges Bankwesen, das in einer innovativen weltweiten Partnerschaft zwischen Banken und der United Nations Environment Programme Finance Initiative (UNEP FI) entwickelt wurde. Die Principles for Responsible Banking legen die Rolle und Verantwortung des Bankensektors fest und bringen ihn mit den UN Sustainable Development Goals sowie dem Pariser Klimaabkommen von 2015 in Einklang. Auch Raiffeisen Zertifikate sind diesem Rahmen verpflichtet.

Eine wichtige Leistung der Prinzipien ist, dass sie Banken dabei unterstützen, das Thema Nachhaltigkeit in all ihren Geschäftsbereichen zu verankern und zu erkennen, wo ihr Potenzial liegt, um den größtmöglichen Beitrag für eine nachhaltige Welt zu leisten. Sie positionieren Banken auch dahingehend, neue Geschäftsmöglichkeiten mit dem Aufkommen der nachhaltigen Entwicklungswirtschaft zu nutzen. 

Weitere Infos zu den Principles for Responsible Banking

Nachhaltigkeitsberichte der RBI Group → 

Sustainalytics Rating der RBI Group →

MSCI ESG Rating der RBI Group →