Zertifikate-ABC

Glossar zu Zertifikaten: Begriffe von A bis Z

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A

Abstand zur Barriere: Der Abstand zur Barriere ist der Abstand des aktuellen Basiswertkurses zur Barriere und wird in Prozent berechnet. Der Abstand wird auch Sicherheitspuffer genannt. Siehe auch: Barriere

Adjusted Return: Bei der Berechnung eines Index bezeichnet „Adjusted Return“ den festen, jährlichen Abschlag von der Index-Wertentwicklung. Dieser Abzug erfolgt täglich anteilig, um Unsicherheiten bezüglich Dividenden zu eliminieren. Die Abkürzung lautet AR. Die Dividende geht für Zertifikate-Anleger:innen nicht verloren, sondern ermöglicht ein besseres Auszahlungsprofil für das Zertifikat.

Aktienanleihe: Aktienanleihen und Aktienanleihen mit Barriere sind mit einem hohen Zinssatz ausgestattet. Der Zinsbetrag ist fix und wird in jedem Fall ausbezahlt – unabhängig von der Entwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts (eine oder mehrere Aktien). Am Laufzeitende ist der Schlusskurs der Aktie(n) relevant: Die Rückzahlung erfolgt entweder vollständig zu 100 % des Nominalbetrags oder Anleger:innen erhalten Aktien ins Wertpapierdepot gebucht (Stichwort „Aktienlieferung“). Entwickelt sich der Basiswert also anders als erwartet, können Sie zum/zur Aktionär:in des Unternehmens werden. Der Wert der gelieferten Aktien wird deutlich unter dem Nominalbetrag der Aktienanleihe liegen. Aktienanleihen zählen zur Kategorie Anlageprodukte ohne Kapitalschutz. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

Aktienlieferung: Aktien des Basiswerts werden hierbei in das Wertpapierdepot der Anleger:innen gebucht, basierend auf der zu Beginn festgelegten Anzahl (= Nominalbetrag/Startwert). Dadurch werden die Anleger:innen zu Aktionär:innen der zugrunde liegenden Aktie. Bei Express-Zertifikaten und Aktienanleihen kann eine Aktienlieferung eintreten, auch „physische Lieferung“ genannt. In diesem Fall wird der Marktwert der gelieferten Aktien unter dem Nominalbetrag liegen.

Anlageprodukte: Zertifikate werden in Anlageprodukte und Hebelprodukte unterteilt. Jede dieser Gruppen beinhaltet verschiedene Zertifikat-Typen, die für unterschiedliche Anleger:innen, Marktphasen und Sicherheitsbedürfnisse geeignet sind. Weil Anlageprodukte üblicherweise einen Kapitalschutz oder Teilschutz haben, reduziert sich das Risiko im Vergleich zum Investment in den Basiswert – z.B. Aktie, Aktienindex oder ETF. Das Verhältnis von Chancen und Risiken steht dabei immer in Balance. Daher sind Anlageprodukte für ein sehr breites Publikum geeignet. Bei allen Zertifikaten besteht das Markt-, Emittenten- und Bail-in-Risiko.

Annualisierung: In der Finanzbranche werden Zinsen beziehungsweise Renditen in der Regel auf ein Jahr umgerechnet (annualisiert), um Finanzprodukte unterschiedlicher Laufzeit besser vergleichen zu können. Annualisierte Renditen werden mit „p.a.“ (per annum) gekennzeichnet, was „pro Jahr“ bedeutet.

Aufgeld: Das Aufgeld bei einem Optionsschein gibt an, um wie viel es teurer ist, den Basiswert durch Kauf eines Optionsscheins und anschließende Ausübung des Optionsrechts zu erwerben (Call) bzw. zu veräußern (Put). Ähnlich gibt das Aufgeld bei einem Bonus-Zertifikat an, um wie viel teurer das Zertifikat im Vergleich zu seinem Basiswert ist. Je höher das Aufgeld, desto höher ist das Verlustrisiko, wenn die Barriere berührt oder unterschritten wird.

Ausübungsart: Durch die Ausübungsart ist festgelegt, wann der Basiswert gekauft oder verkauft werden kann. Europäisch bedeutet, dass dies am Ende der Laufzeit des Optionsscheins der Fall ist, bei amerikanischer Ausübungsart ist dies zu jedem Zeitpunkt während der Laufzeit möglich.

Ausübungspreis: Der Ausübungspreis bei Optionsscheinen wird auch Basispreis oder Strike genannt und ist jener Preis, zu dem Eigentümer:innen eines Optionsscheins den Basiswert kaufen beziehungsweise verkaufen können (unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses). In der Praxis kommt es bei der Ausübung eines Optionsscheins nicht zur physischen Lieferung des Basiswerts, sondern zum Barausgleich in Höhe des Inneren Werts.

Auszahlungslevel: Das Auszahlungslevel bei Express-Zertifikaten ist jene Kursschwelle, die für eine (vorzeitige) Rückzahlung maßgeblich ist. Schließt der Kurs des Basiswerts an einem Bewertungstag auf oder über dem Auszahlungslevel, endet die Laufzeit vorzeitig und es kommt zur Rückzahlung des Express-Zertifikats.

Auszahlungspreis: Der Auszahlungspreis bei einem Express-Zertifikat steht für jenen Betrag, zu dem das Express-Zertifikat am jeweiligen (vorzeitigen) Rückzahlungstermin zurückgezahlt wird.

B

Bail-in: Bail-in ist die englische Bezeichnung für Gläubigerbeteiligung und bedeutet, dass Gläubiger:innen einer Bank (also Anleger:innen in deren Schuldtiteln) an den Verlusten bei der Sanierung oder Abwicklung beteiligt werden, falls die Bank in finanzielle Schwierigkeiten gerät (drohende Zahlungsunfähigkeit). Bei solch einer aufsichtsrechtlichen, behördlich verordneten Maßnahme können Ansprüche der Inhaber:innen von Zertifikaten herabgeschrieben oder Schuldtitel in Eigenkapital umgewandelt werden. Das Bundesgesetz über die Sanierung und Abwicklung von Banken (BaSAG) regelt diese Beteiligung. Weitere Informationen finden Sie unter raiffeisenzertifikate.at/bail-in

Barriere: Die Barriere bei einem Bonus-Zertifikat ist jene Kursschwelle, welche vom Basiswert während der Laufzeit weder berührt noch unterschritten werden darf, damit der Bonusmechanismus intakt bleibt. Wird die Barriere verletzt, ist der Bonusmechanismus außer Kraft gesetzt und Anleger:innen sind dem vollen Marktrisiko ausgesetzt.

Barrierebeobachtung: Die Beobachtung der Barriere dient dazu festzustellen, ob eine bestimmte Kursschwelle (die Barriere) berührt oder unterschritten wird. Dies kann auf 3 Arten erfolgen:

  • Kontinuierliche Beobachtung: Jeder Kurs des Basiswerts wird herangezogen.
  • Tägliche Beobachtung: Nur die täglichen Schlusskurse des Basiswerts sind ausschlaggebend.
  • Finaler Wert: Einzig der Schlusskurs des Basiswerts am Letzten Bewertungstag ist relevant.

Basisinformationsblatt: Das Basisinformationsblatt (englisch: Key Information Document, „KID“) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes, standardisiertes Dokument, das wesentliche Informationen eines Anlageprodukts enthält. Es hilft Anleger:innen, die Art, das Risiko, die Kosten sowie die möglichen Gewinne und Verluste eines Produkts zu verstehen und es mit anderen Produkten zu vergleichen.

Basiswert: Ein Zertifikat bezieht sich auf einen Basiswert (englisch: Underlying) und ist an dessen Wertentwicklung gekoppelt. Der Basiswert kann grundsätzlich jedes an einem regulierten Markt (Börse) gehandelte und liquide Instrument sein, z.B. eine (oder mehrere) Aktie, ein Index, eine Währung, ein Rohstoff oder ein anderer Vermögenswert. Die Wertentwicklung des Basiswerts ist maßgeblich für den Wert des Zertifikats.

Basisprospekt: Der Basisprospekt ist ein rechtliches Dokument, das ausführliche Informationen über die ausgegebenen Finanzinstrumente enthält und somit die vollständige Rechtsgrundlage für eine etwaige Transaktion darstellt. Für Zertifikate der Raiffeisen Bank International AG setzt sich der Basisprospekt zusammen aus dem von der luxemburgischen Finanzmarktaufsichtsbehörde (CSSF) gebilligten Registrierungsformular und der von der Österreichischen Finanzmarktaufsicht (FMA) gebilligten Wertpapierbeschreibung samt allfälliger Nachträge sowie den jeweiligen bei der FMA hinterlegten Endgültigen Bedingungen. Siehe auch: Wertpapierprospekte

Benchmark-Index: Ein Benchmark-Index ist ein Referenzindex, zum Beispiel für eine gewisse Region oder Branche. Beispiele für Benchmark-Indizes sind der EURO STOXX 50® Index als Benchmark für die Wirtschaft der Eurozone oder der DAX® für Deutschland. Für die globale Aktienperformance gilt der MSCI World® als Benchmark-Index.

Bewertungstage: Bei Express-Zertifikaten gibt es während der Laufzeit periodisch Bewertungstage, die für die (vorzeitige) Rückzahlung relevant sind. An jedem dieser Stichtage wird der Schlusskurs des Basiswerts mit dem Auszahlungslevel verglichen.

Bezugsverhältnis: Das Bezugsverhältnis gibt an, auf wie viele Einheiten des Basiswerts sich ein Zertifikat bezieht. Ein Bezugsverhältnis von 0,01 bzw. 1:100 sagt also aus, dass man 100 Zertifikate benötigt, um eine Einheit des Basiswerts abzubilden.

Bond: Bei unseren Kapitalschutz-Zertifikaten der RBI wird zwischen den Serien „Winner“ und „Bond“ unterschieden. Während „Winner“-Zertifikate auf steigende Kurse setzen, führt beim „Bond“ Kapitalschutz-Zertifikat in der Regel auch ein gleichbleibender Basiswertkurs zur Rendite. Die Auszahlung erfolgt abhängig von der Basiswertentwicklung zu einem von Anfang an definierten Auszahlungslevel. Manche „Bond“-Zertifikate sind zusätzlich mit einem variablen oder fixen Zinssatz ausgestattet.

Bonuslevel: Der Bonuslevel beim Bonus-Zertifikat ist der Kurs des Basiswerts, der für die Rückzahlung gilt, wenn die Barriere während des Beobachtungszeitraums nicht verletzt wurde und der Basiswert am Laufzeitende zwischen der Barriere und dem Bonuslevel notiert.

Bonus-Zertifikat: Bonus-Zertifikate verbinden die Chance auf solide Erträge mit gleichzeitiger Teilabsicherung des investierten Kapitals bis zur Barriere. Diese Anlageprodukte weisen somit ein reduziertes Risiko im Vergleich zum Direktinvestment in den Basiswert auf und sind für beinahe jede Marktphase geeignet. Bonus-Zertifikate zählen zur Kategorie Anlageprodukte ohne Kapitalschutz. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

Börsennotiz: Die Börsennotiz gibt an, an welchen Börsen ein Zertifikat gehandelt werden kann. Raiffeisen Zertifikate sind üblicherweise an den Börsen Wien und Stuttgart gelistet.

Break-Even (Optionsschein): Bei Optionsscheinen versteht man unter dem Begriff Break-Even jenen Kurs des Basiswerts, bei dem der Gewinn aus dem Optionsschein den Kosten für dessen Erwerb entspricht.

Briefkurs: Der Briefkurs ist der Preis, zu dem Anleger:innen ein Zertifikat kaufen können. Im Gegensatz zu: Geldkurs

C

Call: Käufer:innen eines „Call“-Optionsscheins sichern sich das Recht, den Basiswert des Optionsscheins zu einem bestimmten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen (unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses). Dabei ist die überproportionale Gewinnchance mit erhöhtem Risiko bis hin zum Totalverlust verknüpft. Siehe auch: Put

Cap: Der Cap steht für jenen Basiswert-Kurs, bis zu dem Anleger:innen an der Wertentwicklung mit dem Zertifikat teilhaben und entspricht somit dem maximalen Auszahlungsbetrag (Höchstbetrag). Bei Bonus-Zertifikaten mit Cap entspricht der Cap meist dem Bonuslevel.

D

Decrement: Bei der Index-Berechnung mit der „Decrement“-Methode erfolgt der Abzug eines festen, jährlichen Abschlags von der Index-Wertentwicklung. Dieser Abzug erfolgt täglich anteilig, um Unsicherheiten bezüglich Dividenden zu eliminieren. Beispiel hierfür ist der MSCI® World Climate Change 4.5% Decrement Index. Die Dividende geht für Zertifikate-Anleger:innen nicht verloren, sondern ermöglicht ein besseres Auszahlungsprofil für das Zertifikat.

Delta: Das Delta gibt an, um wie viel sich der Preis eines Optionsscheins ändert, wenn der Preis des Basiswerts um eine Einheit steigt. Bei Calls bewegt sich das Delta zwischen 0 und +1, bei Puts zwischen 0 und -1.

Discount-Zertifikat: Käufer:innen eines Discount-Zertifikats erwerben das Zertifikat zu einem Preis, der gegenüber dem Kurs des Basiswerts einen Rabatt bietet. Für den günstigen Einstieg nehmen Anleger:innen eine Ertragsobergrenze in Kauf, die den maximal möglichen Ertrag darstellt. Der Discount des Zertifikats wirkt dämpfend bei Kursrückgängen des Basiswerts. Discount-Zertifikate zählen zur Kategorie Anlageprodukte ohne Kapitalschutz. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

E

Emissionsvaluta: Die Emissionsvaluta bezeichnet jenes Datum, ab dem ein Zertifikat am Sekundärmarkt gehandelt werden kann. Dies entspricht gewöhnlich dem nächsten Handelstag nach dem Ersten Bewertungstag. Ab diesem Zeitpunkt beginnt die Laufzeit des Wertpapiers.

Emittentenrisiko: Als Inhaberschuldverschreibung unterliegt ein Zertifikat nicht der Einlagensicherung. Kann die Emittentin im Falle einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit, Überschuldung) nicht oder nur teilweise ihren Verpflichtungen aus dem Zertifikat nachkommen, kann es für Inhaber:innen von Zertifikaten zum Verlust eines wesentlichen Teils des eingesetzten Kapitals bis hin zum Totalverlust kommen. Dieses Risiko wird oft auch als „Emittentenrisiko” oder „Bonitätsrisiko” bezeichnet. Raiffeisen Zertifikate werden von Raiffeisen Bank International AG emittiert.

ESG: Als Standard für nachhaltige Geldanlage hat sich das Akronym ESG (Environment, Social, Governance) etabliert. Hiermit sind ökologische, soziale und unternehmerische Faktoren der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Auswirkungen einer Investition gemeint.

Express-Zertifikat: Bei Express-Zertifikaten besteht während der Laufzeit mehrmals die Chance auf eine vorzeitige Rückzahlung zu einem vorab definierten Auszahlungspreis. Der Basiswert muss dafür am Stichtag auf oder über dem festgesetzten Auszahlungslevel notieren. Notiert der Basiswert unter dem definierten Auszahlungslevel, verlängert sich die Laufzeit um eine weitere Periode und der mögliche Auszahlungspreis steigt. Express Zertifikate zählen zur Kategorie Anlageprodukte ohne Kapitalschutz. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

F

Faktor-Zertifikat: Faktor-Zertifikate ermöglichen es, an der Wertentwicklung des Basiswerts gehebelt zu partizipieren. Die Zertifikate sind dabei mit einem konstanten Hebel-Faktor, ohne Knock-out sowie ohne Laufzeitbegrenzung ausgestattet. Mit Long Faktor-Zertifikaten können Sie überproportionale Gewinne in steigenden, mit Short Faktor-Zertifikaten in fallenden Marktphasen erzielen. Faktor-Zertifikate zählen zur Kategorie Hebelprodukte ohne Knock-out. Diese Hebelprodukte bieten überproportionale Chancen bei einem anhaltenden Trend und ein ebenso gehebeltes Risiko. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

Faktorlevel: Der Faktorlevel beim Faktor-Zertifikat wird täglich angepasst, um den konstanten Hebel-Faktor zu gewährleisten. Der Faktorlevel bestimmt jenen Betrag, der durch den Emittenten finanziert (long) beziehungsweise veranlagt (short) wird.

Finaler Wert: Der Finale Wert ist der Schlusskurs des Basiswerts am Letzten Bewertungstag des Zertifikats. Er wird in der Regel mit dem Startwert verglichen, um den Rückzahlungsbetrag für Anleger:innen zu ermitteln.

Fixzinssatz: Einige Zertifikate wie z.B. Aktienanleihen oder gewisse Bonus-Zertifikate sind mit einem Fixzinssatz ausgestattet. Der Fixzinssatz wird unabhängig von der Wertentwicklung des Basiswerts in jedem Fall periodisch, meist jährlich, als Zinsbetrag ausbezahlt.

G

Gamma: Das Gamma gibt an, um wie viel sich das Delta einer Option verändert, wenn sich der Kurs des Basiswerts um eine Einheit verändert.

Geldkurs: Der Geldkurs ist der Preis, zu dem Anleger:innen ein Zertifikat verkaufen können. Im Gegensatz zu: Briefkurs

Grenzwert: Mit dem Grenzwert des Faktor-Zertifikats ist die maximale, tägliche prozentuelle Kursbewegung des Basiswerts definiert, ab der der Hebel untertägig auf den Hebel-Faktor zurückgesetzt wird. Somit wird ein Knock-Out verhindert und die Wahrscheinlichkeit eines unmittelbaren Totalverlusts des eingesetzten Kapitals minimiert.

H

Hebel: Der Hebel gibt an, in welchem Ausmaß der Preis eines Zertifikats auf eine Kursänderung des Basiswerts reagiert. Bei Turbo-Zertifikaten zum Beispiel gibt der Hebel an, um wie viel Prozent der Preis des Zertifikats steigt beziehungsweise fällt, wenn der Kurs des Basiswerts um ein Prozent steigt bzw. fällt.

Hebel-Faktor: Der Hebel-Faktor ist eine konstante Kennzahl und gibt an, in welchem Verhältnis das Zertifikat der Kursentwicklung des Basiswerts folgt.

Hebelprodukte: Zertifikate werden in Anlageprodukte und Hebelprodukte unterteilt. Jede dieser Gruppen beinhaltet verschiedene Zertifikat-Typen, die für unterschiedliche Anleger:innen, Marktphasen und Sicherheitsbedürfnisse geeignet sind. Mit Hebelprodukten können erfahrene Marktteilnehmer:innen mit geringem Kapitaleinsatz überproportional von steigenden (long) oder fallenden (short) Kursen eines Basiswerts profitieren. Sie eignen sich, um eine Markterwartung kurzfristig umzusetzen. Tritt die Markterwartung jedoch anders ein, kann es zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Daher erfordern Hebelprodukte eine hohe Risikotoleranz.

Höchstbetrag: Der maximale Auszahlungsbetrag (Höchstbetrag) bei Zertifikaten kann durch einen Cap begrenzt sein, wie beispielsweise bei Bonus-Zertifikaten mit Cap. Der Cap definiert jenen Kurs des Basiswerts, bis zu dem Anleger:innen an der Wertentwicklung mit dem Zertifikat teilhaben.

I

Index: Ein Aktienindex spiegelt die Wertentwicklung mehrerer Aktien wider. Häufig beziehen sich Indizes auf bestimmte Regionen (z.B. ATX®, DAX®, FTSE® 100) oder Sektoren (z.B. EURO STOXX® Banks, STOXX® Europe 600 Basic Resources, STOXX® Europe 600 Health Care).

Index-/Partizipations-Zertifikat: Ein Index-Zertifikat bildet die Wertentwicklung eines Index exakt ab; Partizipations-Zertifikate folgen der Wertentwicklung eines Rohstoffs oder eines Aktienkorbs. Zu einer Abweichung von der eins zu eins-Entwicklung kann es kommen, wenn der Basiswert in einer anderen Währung als das Zertifikat notiert oder es sich bei dem Basiswert um einen Rohstoff-Future handelt. Mit Index-/Partizipations-Zertifikaten können Anleger:innen sowohl eine steigende (long) oder fallende (short) Markterwartung einfach und transparent umsetzen. Index-/Partizipations-Zertifikate zählen zur Kategorie Anlageprodukte ohne Kapitalschutz. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

Inhaberschuldverschreibung: Rechtlich betrachtet sind Zertifikate Inhaberschuldverschreibungen des Emittenten und stellen somit frei handelbare Finanzinstrumente dar. Emittent der Raiffeisen Zertifikate ist die Raiffeisen Bank International AG.

Innerer Wert: Bei einem Call Optionsschein ist der Innere Wert die Differenz zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswerts und dem Ausübungspreis / Basispreis („Strike“), wobei dieser nur positiv sein kann. Äquivalent ist der Innere Wert eines Put Optionsscheins die Differenz zwischen Basispreis und aktuellem Kurs des Basiswerts.

ISIN: Die ISIN (International Securities Identification Number) ist eine internationale Wertpapierkennnummer, mit welcher alle Wertpapiere eindeutig identifiziert werden können.

J

Jährliche Bewertungstage: An den jährlichen Bewertungstagen wird bei Express-Zertifikaten der Basiswertkurs mit dem Auszahlungslevel verglichen. Es kommt zur vorzeitigen Rückzahlung des Zertifikats, wenn der Basiswertkurs auf oder über dem Auszahlungslevel liegt, oder zu einer Verlängerung der Laufzeit um ein Jahr – bis zum maximalen Laufzeitende – wenn der Basiswertkurs unter dem entsprechenden Auszahlungslevel notiert. Die jährlichen Bewertungstage sind im Vorhinein festgelegt.

Jährliche Zinszahltage: Bei Zertifikaten mit Fixzinssatz erhalten Anleger:innen an den vorab festgelegten jährlichen Zinszahltagen den fixen Zinsbetrag sowie etwaige Extrazinsen ausbezahlt.

K

Kapitalschutz-Zertifikat: Kapitalschutz-Zertifikate bieten entweder einen vollständigen (100 %) Kapitalschutz, Kapitalschutz über 100 % oder Kapitalschutz mit Selbstbehalt (z.B. 90 %) am Laufzeitende für das eingesetzte Kapital und ermöglichen dem sicherheitsorientierten Anlegerpublikum gleichzeitig, an der Wertentwicklung von Aktien, Indizes oder Rohstoffen zu partizipieren. Je nach Ausgestaltung des Zertifikats nehmen Anleger:innen direkt an der Performance des zugrunde liegenden Basiswerts teil und/oder lukrieren Zinserträge. Kapitalschutz-Zertifikate zählen zur Kategorie Anlageprodukte mit Kapitalschutz.
Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

Kassamarkt: Der Kassamarkt ist das Gegenstück zum Terminmarkt. Auf dem Kassamarkt werden Geschäfte sofort abgeschlossen und abgewickelt. Siehe auch: Terminmarkt

KID: Das Basisinformationsblatt (englisch: Key Information Document, „KID“) ist ein gesetzlich vorgeschriebenes, standardisiertes Dokument, das wesentliche Informationen eines Anlageprodukts enthält. Es hilft Anleger:innen, die Art, das Risiko, die Kosten sowie die möglichen Gewinne und Verluste eines Produkts zu verstehen und es mit anderen Produkten zu vergleichen.

Knock-out: Ein Knock-out bei einem Turbo-Zertifikat tritt ein, wenn der Basiswertkurs zu irgendeinem Zeitpunkt während der Laufzeit des Zertifikats die Knock-out-Schwelle (Barriere) berührt, beziehungsweise unterschreitet (long) oder überschreitet (short). Durch den Knock-out wird das Zertifikat ausgestoppt und zum Restwert zurückgezahlt. Die Knock-out-Schwelle und der Basispreis des Turbo-Zertifikats werden zur Berücksichtigung der Finanzierungskosten täglich angepasst.

L

Laufzeit: Die Laufzeit eines Zertifikats beginnt mit der Emissionsvaluta und gibt jenen Zeitraum an, in welchem das Zertifikat gekauft und verkauft werden kann. Im Folgenden finden Sie einen kurzen Überblick über die gängigsten Laufzeiten von Anlageprodukten:

  • Kapitalschutz-Zertifikate: 5-6 Jahre
  • Bonus-Zertifikate: 3-5 Jahre
  • Aktienanleihen: 1-2 Jahre
  • Express-Zertifikate: 1-5 Jahre (jährliche Tilgungsmöglichkeit)
  • Index-/Partizipations-Zertifikate: ohne Laufzeitbegrenzung

M

Marktkapitalisierung: Die Marktkapitalisierung ist der rechnerische Gesamtwert der Anteile eines börsennotierten Unternehmens.
Berechnung: Marktkapitalisierung = Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien x Aktienkurs

Marktrisiko: Zertifikate können zwar das Chance-Risiko-Verhältnis optimieren, das Marktrisiko für Anleger:innen aber nicht zur Gänze eliminieren. Der Preis eines Zertifikats wird maßgeblich von der Wertentwicklung des Basiswerts bestimmt, aber auch z.B. Volatilität und Zinsniveau beeinflussen den Kurs. Darunter wird das Marktrisiko verstanden, welches Käufer:innen eines Zertifikats eingehen.

Maximalbetrag: Je nach Produktausgestaltung kann bei Zertifikaten ein maximaler Auszahlungsbetrag festgesetzt sein. Der Maximalbetrag stellt jene Kursobergrenze dar, bis zu welcher Anleger:innen maximal an der Kursentwicklung des Basiswerts partizipieren können. Andere Bezeichnungen sind: Höchstbetrag, Ertragsobergrenze, Cap.

Moneyness: Die Moneyness stellt bei Optionsscheinen den aktuellen Kurs des Basiswerts und den Ausübungspreis (Basispreis) ins Verhältnis. Bei Calls wird der Kurs des Basiswerts durch den Basispreis dividiert, bei Puts dagegen der Basispreis durch den Kurs des Basiswerts. Wenn die Moneyness größer als 1 ist, befindet sich der Optionsschein „im Geld". Wenn sie darunter liegt, befindet sich der Optionsschein „aus dem Geld“. Bei einer Moneyness von 1 sind Optionsscheine genau „am Geld“.

N

Nebenwerte: Als Nebenwerte werden Aktien mit einer geringen Marktkapitalisierung im Branchenvergleich oder Ländervergleich bezeichnet.

Nominalbetrag: Der Nominalbetrag wird auch Nennbetrag genannt. Dieser ist der kleinste Geldbetrag, der erforderlich ist, um ein Zertifikat zu kaufen. Bei Raiffeisen Zertifikaten in Zeichnung beträgt dieser Nominalbetrag gewöhnlich 1.000 Euro. Anleger:innen können somit 1.000 Euro oder ein Vielfaches davon investieren.

O

Omega: Omega ist eine Kennzahl bei Optionsscheinen, die zeigt, wie stark sich der Preis eines Optionsscheins ändert, wenn sich der Preis des zugrunde liegenden Basiswerts um 1 Prozent verändert. Es wird auch als effektiver Hebel bezeichnet. Omega wird berechnet, indem man das Delta (eine andere Kennzahl, die zeigt, wie sich der Preis des Optionsscheins im Verhältnis zum Basiswert ändert) mit dem Hebel multipliziert. Zum Beispiel: Wenn ein Optionsschein einen Hebel von 10 und ein Delta von 0,5 hat, ist das Omega 5. Das bedeutet, dass der Preis des Optionsscheins um 5 Prozent steigt oder fällt, wenn der Basiswert um 1 Prozent steigt oder fällt.

Open-end: Zertifikate ohne Laufzeitbegrenzung werden als Open-end Zertifikate bezeichnet.

Optionsschein: Optionsscheine ermöglichen risikofreudigen Marktteilnehmer:innen mit geringem Kapitaleinsatz von steigenden oder fallenden Kursen eines Basiswerts überproportional zu profitieren. Optionsscheine zählen zur Kategorie Hebelprodukte ohne Knock-out. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

P

Partizipation: Der Partizipationsfaktor gibt an, in welchem Verhältnis Anleger:innen zum Laufzeitende an der Wertentwicklung des Basiswerts teilnehmen.

Physische Lieferung: An Finanzmärkten bedeutet diese Vereinbarung, dass der Basiswert am Ende des Kontrakts tatsächlich geliefert wird, anstatt in bar abgerechnet zu werden, insbesondere bei Rohstoff-Futures möglich. Bei der Ausübung eines Optionsscheins kommt es in der Praxis nicht zur physischen Lieferung. Bei Express-Zertifikaten und Aktienanleihen kann eine Aktienlieferung eintreten. In diesem Fall werden Aktien des Basiswerts in das Wertpapierdepot der Anleger:innen gebucht, basierend auf der zu Beginn festgelegten Anzahl (= Nominalbetrag/Startwert). Siehe auch: Aktienlieferung

Primärmarkt: Ein wesentlicher Teil unserer Anlageprodukte wird vor Börsenstart „in Zeichnung“ angeboten. Während der Zeichnungsphase, die auch Primärmarkt heißt, kann das Zertifikat zum Emissionspreis gekauft (gezeichnet) werden. Diese Zeitspanne dauert etwa 4 Wochen und der Preis bleibt während der Zeichnungsphase konstant. Danach wird das Zertifikat am Sekundärmarkt gehandelt. Siehe auch: Sekundärmarkt

Put: Käufer:innen eines „Put“-Optionsscheins sichern sich das Recht, den Basiswert des Optionsscheins zu einem bestimmten Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu verkaufen (unter Berücksichtigung des Bezugsverhältnisses). Dabei ist die überproportionale Gewinnchance mit erhöhtem Risiko bis hin zum Totalverlust verknüpft. Siehe auch: Call

Q

Quanto: Bei einem Zertifikat, das „Quanto“ berechnet wird, sind Anleger:innen gegen Wechselkursrisiken abgesichert. Das bedeutet, dass die Wertentwicklung des zugrunde liegenden Basiswerts in einer fremden Währung erfolgt, aber die Abrechnung in der Heimatwährung des Anlegers oder der Anlegerin stattfindet, ohne dass Wechselkursschwankungen Einfluss auf das Ergebnis haben. Beispielsweise könnte ein:e Euro-Anleger:in ein Quanto-Zertifikat auf einen US-amerikanischen Aktienindex kaufen. Die Wertentwicklung des Zertifikats hängt dann nur von der Entwicklung des Index ab, nicht aber von den Schwankungen des Euro-Dollar-Wechselkurses. Für die Eliminierung des Wechselkursrisikos fällt eine Absicherungsgebühr an, die im Auszahlungsprofil des Zertifikats eingepreist ist.

R

Rho: Kennzahl, die angibt, um wie viel sich der Preis des Optionsscheins ändert, wenn das Zinsniveau um 1 % steigt.

Rückzahlung: Viele Zertifikate haben eine vordefinierte Laufzeit und daher einen festgesetzten Rückzahlungstermin. Zu diesem Zeitpunkt erfolgt die Rückzahlung (= Tilgung) des Zertifikats.

S

Schutzlevel: Der Schutzlevel bezeichnet jene Kursschwelle des Basiswerts, bei deren Erreichung die Berechnung des Zertifikats gestoppt und ein neuer Handelstag simuliert wird. Der Schutzlevel dient als Referenzpreis für die Neuberechnung des Faktorlevels.

Sekundärmarkt: Zertifikate, die am Sekundärmarkt gehandelt werden, können während der Handelszeiten jederzeit gekauft oder verkauft werden. Manche Zertifikate werden vor Börsenstart am Primärmarkt (mit Zeichnung zum konstanten Emissionspreis) angeboten. Siehe auch: Primärmarkt

Sicherheitspuffer: Der Abstand zur Barriere ist der Abstand des aktuellen Basiswertkurses zur Barriere und wird in Prozent berechnet. Der Abstand wird auch Sicherheitspuffer genannt. Siehe auch: Barriere

Spread: Der Spread ist die prozentuelle Differenz zwischen Verkaufskurs und Kaufkurs eines Wertpapiers und wird auch Geld-/Briefspanne genannt.

Startwert: Der Startwert ist der Kurs, von dem aus am Laufzeitbeginn des Zertifikats weitere Kursschwellen berechnet werden. Klassischerweise entspricht er dem Schlusskurs des Basiswerts am Ersten Bewertungstag und kann entweder als Prozentsatz (100 %) oder als absoluter Wert angegeben werden.

Strukturierte Produkte: Strukturierte Produkte sind Wertpapiere, die sich auf einen Basiswert beziehen. Zertifikate zählen zu den Strukturierten Produkten. Das Auszahlungsprofil wird typischerweise durch die Kombination von Optionskomponenten und Anleihekomponenten abgebildet. Eine Veranlagung in Wertpapiere ist mit Chancen und Risiken verbunden.

T

Terminmarkt: Der Terminmarkt bildet das Komplement zum Kassa- bzw. Spotmarkt. Am Terminmarkt erfolgt die Erfüllung eines Geschäfts erst zu einem zukünftigen Zeitpunkt. Siehe auch: Kassamarkt

Theta: Kennzahl, die den Zeitwertverlust eines Optionsscheins innerhalb eines Tages beschreibt.

Total Return: Bei Aktienindizes gibt es zwei Arten der Index-Berechnung, nämlich als Preisindex oder als Performanceindex. Beim Performanceindex, wie dem DAX®, werden die Dividenden der Aktien wieder angelegt (eingerechnet). Beim Preisindex, wie dem ATX®, erfolgt das nicht. Besonders bei langfristigen Investitionen sollte dieser Unterschied berücksichtigt werden.

Tradedate: Das Tradedate ist der Tag, an dem der Handel stattfindet. Bei Zertifikaten mit einer Zeichnungsfrist ist es der letzte Tag, an dem man das Zertifikat zum Emissionspreis zeichnen kann.

Turbo-Zertifikat: Mit Turbo-Zertifikaten wollen risikofreudige Trader:innen bereits mit geringem Kapitaleinsatz überproportional von steigenden (long) oder fallenden (short) Kursbewegungen des Basiswerts profitieren. Durch ihre simple Funktionsweise eignen sich diese Hebelprodukte für jene, die ihre Marktmeinung rasch und transparent umsetzen wollen. Tritt die Markterwartung allerdings nicht ein, ist bei gegenläufiger Kursentwicklung des Basiswerts ein Totalverlust des Investments möglich. Turbo-Zertifikate zählen zur Kategorie Hebelprodukte mit Knock-out. Weitere Infos finden Sie im Zertifikate-Wissen Kompakt

U

Unternehmensanleihen: Unternehmensanleihen sind Schuldverschreibungen die von Unternehmen emittiert werden. Der Kupon einer Unternehmensanleihe hängt u.a. vom allgemeinen Zinsniveau und der Bonität der Emittentin ab. Das heißt, Anleihen von Unternehmen mit schlechterem Rating gelten als riskanter und sind dementsprechend für gewöhnlich mit einem höheren Zinssatz ausgestattet.

V

Valuta: Die Valuta ist jenes Datum, an dem die Belastung für den Kauf bzw. die Gutschrift für den Verkauf oder die Tilgung eines Wertpapiers auf dem Konto des Anlegers oder der Anlegerin erfolgt, üblicher Weise: Tradedate + 2 Tage. Bei Zertifikaten wird der Ausgabetag als Emissionsvaluta und der Rückzahlungstermin als Rückzahlungsvaluta bezeichnet.

Vega: Kennzahl, die angibt, um wie viel sich der Preis des Optionsscheins ändert, wenn die Volatilität des Basiswerts um 1 % steigt.

Volatilität: Die Volatilität ist ein Maß für die Kursschwankung eines Finanzinstruments, wie z.B. einer Aktie, über einen bestimmten Zeitraum. Hohe Volatilität bedeutet größere Preisschwankungen und damit ein höheres Risiko, während niedrige Volatilität auf geringere Preisschwankungen und ein geringeres Risiko hinweist. Volatilität wird oft als Indikator für das Risiko und die Unsicherheit in den Märkten verwendet.

W

Währungsrisiko: Bei Zertifikaten, die nicht in derselben Währung wie der Basiswert notieren, wirken Entwicklungen des Wechselkurses auf den Wert des Zertifikats. Daraus entstehen zusätzliche Risiken und Chancen.

Winner: Bei unseren Kapitalschutz-Zertifikaten der RBI unterscheiden wir zwischen den Serien „Winner“ und „Bond“. Während beim „Bond“-Zertifikat in der Regel ein gleichbleibender Basiswertkurs zur Rendite führt, setzt ein „Winner“ Kapitalschutz-Zertifikat auf steigende Kurse des Basiswerts. Anleger:innen profitieren entsprechend des Partizipationsfaktors direkt von der positiven (durchschnittlichen) Kursentwicklung des Basiswerts.

WKN: Die WKN (Wertpapierkennnummer) ist das deutsche Pendant zur ISIN. Die 6-stellige Kombination aus Zahlen und Buchstaben ermöglicht die eindeutige Identifikation von Wertpapieren.

Worst-of: Bei Zertifikaten mit mehreren Aktien oder Indizes als Basiswert erfolgt die Rückzahlung am Ende der Laufzeit entsprechend der Aktie bzw. dem Index mit der schlechtesten Wertentwicklung.

X

 

Y

Year-to-date (YTD): Year-to-date bezeichnet den Zeitraum seit Jahresbeginn bis zum aktuellen Tag. In der Finanzwirtschaft werden oft YTD Performances betrachtet.

Z

Zeichnung: Ein wesentlicher Teil unserer Anlageprodukte wird vor Börsenstart „in Zeichnung“ angeboten. Während der Zeichnungsphase, die auch Primärmarkt heißt, kann das Zertifikat zum Emissionspreis gekauft (gezeichnet) werden. Diese Zeitspanne dauert etwa 4 Wochen und der Preis bleibt während der Zeichnungsphase konstant. Danach wird das Zertifikat am Sekundärmarkt gehandelt. Siehe auch: Sekundärmarkt

Zeitwert: Der Zeitwert ist jener Anteil des Optionsscheinpreises, der nicht durch den Inneren Wert abgedeckt wird. Gegen Ende der Laufzeit tendiert der Zeitwert gegen null. Der Kurs des Optionsscheins und der Innere Wert nähern sich einander immer mehr an.

Zertifikate: Zertifikate sind Wertpapiere, die auf einen (oder mehrere) Basiswerte wie zum Beispiel Aktien, Indizes oder Rohstoffe bezogen sind. Rechtlich gesehen sind sie Inhaberschuldverschreibungen und unterliegen daher dem Emittentenrisiko. Es gibt Zertifikate für jedes Marktszenario, was bedeutet, dass man für steigende, fallende oder gleichbleibende Marktphasen mit geeigneten Zertifikaten investieren kann. Zudem ist bei Zertifikaten das Auszahlungsprofil von Beginn an festgelegt. Das bedeutet, dass man jederzeit weiß, wie die Rückzahlung am Ende der Laufzeit in Abhängigkeit vom Basiswert erfolgen wird. Zertifikate werden in Kategorien unterteilt:

  • Anlageprodukte: Kapitalschutz-, Bonus-, Express-, Discount- und Index-/Partizipations-Zertifikate sowie Aktienanleihen
  • Hebelprodukte: Optionsscheine, Faktor- und Turbo-Zertifikate
  • Infos zu den einzelnen Kategorien haben wir zusammengefasst: Zertifikate-Wissen Kompakt

Wie bei allen Wertpapieren ist auch die Geldanlage mit Zertifikaten mit Risiken verbunden, insbesondere ist der Verlust eines wesentlichen Teils des eingesetzten Kapitals bis hin zum Totalverlust möglich. Bei allen Zertifikaten besteht das Markt-, Emittenten- und Bail-in-Risiko.

Zertifikate-Sparen: Beim Zertifikate-Sparen wird Vermögen schrittweise aufgebaut, indem regelmäßig (monatlich) ein fester Betrag investiert wird. Die Laufzeit ist unbegrenzt. Ein Zertifikat ist kein Sparbuch und unterliegt nicht der Einlagensicherung. Bitte beachten Sie das Emittentenrisiko sowie das Risiko der Gläubigerbeteiligung („Bail-in“) - in diesen Fällen kann es bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Weitere Informationen finden Sie unter Zertifikate-Sparen - erklärt