Marktüberblick | Aktuell (05/2026) | 1M (04/2026) | YTD1 (05/2026) | 1Y (05/2025) | 3Y (05/2023) |
| ATX® | 5.836,92 | -0,35 % | 9,59 % 🟢 | 32,08 % | 84,62 % |
| DAX® | 24.400,65 | -0,23 % | -0,37 % 🔻 | 1,95 % | 49,92 % |
| EURO STOXX 50® | 5.851,16 | -2,10 % | 0,95 % 🟢 | 7,81 % | 33,12 % |
| S&P 500® | 7.353,61 | 3,44 % | 6,63 % 🟢 | 23,31 % | 75,42 % |
| 2.799,91 | 4,15 % | 8,89 % 🟢 | 12,40 % | 31,02 % | |
| 2.032,82 | -0,08 % | 2,70 % 🟢 | -0,19 % | 6,69 % | |
| 3.576,35 | 5,56 % | 10,89 % 🟢 | 13,55 % | 36,30 % | |
| 1.328,05 | 3,70 % | 15,94 % 🟢 | 29,56 % | 39,94 % | |
| 1.834,90 | 6,57 % | 6,63 % 🟢 | 6,97 % | 35,06 % | |
| 2.226,24 | -1,34 % | -0,73 % 🔻 | 2,99 % | 37,15 % | |
| VStoxx® | 22,96 | 1,92 % | 56,03 % 🟢 | 36,60 % | 46,09 % |
| VIX® | 18,06 | -3,92 % | 26,03 % 🟢 | -0,44 % | 7,44 % |
| EUR/USD Wechselkurs | 1,16 | -1,65 % | -1,22 % 🔻 | 3,25 % | 7,60 % |
| Goldpreis | USD4.482,61 | -7,15 % | 3,30 % 🟢 | 38,80 % | 126,65 % |
| Ölpreis | USD 111,28 | 15,07 % | 79,72 % 🟢 | 69,79 % | 47,23 % |
Bitte beachten Sie, dass die Wertentwicklung der Vergangenheit keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zulässt.
1 Year to date (YTD): seit Jahresbeginn
Quelle: Bloomberg; Stand: 19.05.2026, 18:00 Uhr
Kommentar von Raiffeisen Research:
Die US-Börsen mit Höchstständen, doch Inflation und Konflikte belasten. Emerging Markets glänzen dank IT-Schwergewichten
Die globale Rally an den Aktienmärkten ging zunächst bis Mitte Mai munter weiter. Sie lieferte insbesondere im S&P 500 und im NASDAQ-100® neue Allzeit-Höchststände. In der Folge zeigten aber einmal mehr Anstiege bei den Ölpreisen samt damit einhergehenden Befürchtungen höherer Inflationsdaten sowie steigender Zinsen und Renditen, dass man auf der Hut sein muss. Zwischenzeitlich kam zwar immerhin etwas Hoffnung auf, dass das Treffen Donald Trumps samt hochkarätiger Wirtschaftsdelegation in China bei Xi Jinping Früchte tragen würde. Nach dessen Ende scheint es aber eher so, als sei vor allem der bestehende Handelsfrieden gefestigt worden. Dies dürfte kurzfristig für Stabilität in den Beziehungen zwischen den USA und China sorgen. Die zugrundeliegenden Spannungen bleiben jedoch ungelöst.
Und was machen die Aktienmärkte in der scheinbar verfahrenen Lage? Die Aktienindizes Europas und Asiens haben zuletzt großteils leichte Einbußen hinnehmen müssen, die Stärke der US-Börsen mit einem Dow Jones Industrials auf über 50.000 Zählern und neuen Rekord-Schlussständen bei S&P 500 und NASDAQ-100® führten aber dennoch zu merklichen Anstiegen des MSCI World Index. Medial im Schatten dessen stehen die Emerging Markets - und zwar völlig zu Unrecht. Wenn überhaupt über sie berichtet wird, dann über deren (tatsächlich bestehende) Probleme an Öl und andere Rohstoffe, die nicht durch die Straße von Hormus gelangen. Die Zeiten, in denen der MSCI Emerging Markets Index von Basisindustrieunternehmen aus Staaten mit einem niedrigen BIP pro Kopf dominiert wurde, sind jedoch schon lange vorbei. Heute lesen sich die am höchsten gewichteten Indexmitglieder wie ein Who-is-who des globalen IT-Sektors: TSMC, Tencent, Alibaba und Samsung geben dort den Ton an und IT-Titel nehmen einen Anteil von mehr als einem Viertel des Index ein. Davon sind europäische Aktienindizes meilenweit entfernt. Ein bezeichnender Treiber der Entwicklung sind südkoreanische Aktien. Nicht zuletzt der Hunger der Welt nach Samsung-Chips führt sowohl beim betroffenen Unternehmen, das inzwischen mehr als eine Billion US-Dollar (!) wert ist, als auch beim KOSPI-Aktienindex zu Luftsprüngen. Mit über 10 % Anteil am MSCI Emerging Marktes Index treiben Koreas Giganten auch diesen kräftig an. Das wiederum hebt die Gewinne im IT-Sektor an und sorgt abermals für eine hervorragend verlaufende Unternehmens-Berichtssaison, die sogar das großartige Ausmaß an positiven Gewinnüberraschungen aus dem vierten Quartal 2025 in den Schatten stellt.
Während die Berichtssaison also unverändert als wichtige Stütze der Aktienmärkte dient, droht von anderer Stelle Ungemach: Die Renditen für US-Staatsanleihen sind jüngst aufgrund von Sorgen bezüglich einer durch den Nahostkonflikt angeheizten Inflation sprunghaft angestiegen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen, ein Maßstab für die globalen Kreditkosten, erreichte mit 4,54 % den höchsten Stand seit Anfang Juni 2025. Auch die Renditen von Anleihen anderer Länder stiegen sprunghaft an, da zunehmende Anzeichen für wirtschaftliche Schäden durch den Iran-Krieg die Anleger zu der Annahme veranlassten, dass die Zinsen schneller als erwartet steigen und das Wachstum darunter leiden würde. Die Wahrscheinlichkeit, dass die US-Notenbank im Dezember die Zinsen um 25 Basispunkte anhebt – anstatt diese wie bislang weitläufig erwartet -, hat sich spürbar erhöht.
In Summe bleibt festzuhalten, dass die globalen Aktienmärkte bereits viel positives Momentum vorweggenommen haben. Das Umfeld bleibt damit fragil. In dieser Gemengelage belassen die Analysten von Raiffeisen Research die Empfehlungen für die von ihnen analysierten Aktienindizes vorerst auf HALTEN.
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