Marktüberblick | Aktuell (06/2026) | 1M (05/2026) | YTD1 (06/2026) | 1Y (06/2025) | 3Y (06/2023) |
| ATX® | 6.445,04 | 10,91 % | 21,00 % 🟢 | 46,46 % | 102,36 % |
| DAX® | 24.910,41 | 3,98 % | 1,71 % 🟢 | 5,11 % | 52,29 % |
| EURO STOXX 50® | 6.257,42 | 7,82 % | 7,96 % 🟢 | 17,19 % | 42,38 % |
| S&P 500® | 7.511,35 | 1,39 % | 8,92 % 🟢 | 24,50 % | 70,34 % |
| 2.978,86 | 6,58 % | 15,85 % 🟢 | 21,98 % | 34,52 % | |
| 2.112,99 | 5,44 % | 6,75 % 🟢 | 4,71 % | 11,39 % | |
| 3.810,47 | 6,26 % | 18,14 % 🟢 | 24,95 % | 38,52 % | |
| 1.477,53 | 9,02 % | 28,99 % 🟢 | 43,96 % | 49,15 % | |
| 1.938,72 | 6,64 % | 12,66 % 🟢 | 15,79 % | 36,17 % | |
| 2.299,80 | 4,30 % | 2,55 % 🟢 | 7,99 % | 41,15 % | |
| VStoxx® | 16,10 | -28,36 % | 9,42 % 🟢 | -19,42 % | 23,15 % |
| VIX® | 16,41 | -11,07 % | 14,52 % 🟢 | -14,13 % | 21,20 % |
| EUR/USD Wechselkurs | 1,16 | -0,57 % | -1,19 % 🔻 | 0,41 % | 6,14 % |
| Goldpreis | USD4.331,21 | -5,28 % | -0,19 % 🔻 | 27,94 % | 121,21 % |
| Ölpreis | USD 78,96 | -27,22 % | 27,52 % 🟢 | 7,82 % | 3,07 % |
Bitte beachten Sie, dass die Wertentwicklung der Vergangenheit keine verlässlichen Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zulässt.
1 Year to date (YTD): seit Jahresbeginn
Quelle: Bloomberg; Stand: 16.06.2026, 18:00 Uhr
Kommentar von Raiffeisen Research:
Waffenstillstand und Mega-Börsengänge könnten neue Impulse für Wirtschaft und Aktien setzen.
Es kommt Bewegung in den Persischen Golf. Das ist es zumindest, woran die Kapitalmärkte tendenziell schon lange und konkret seit dem 12. Juni ganz fest glauben (wollen). Wieder einmal geht es um einen Waffenstillstand, den die USA mit dem Iran vereinbaren und von dem nicht ganz klar ist, ob er Israel und den Libanon einschließt. Wieder einmal geht es um die komplette Öffnung der Straße von Hormus, zu der es unterschiedliche Ansichten gibt, ob diese eine vom Iran eingehobene Maut pro Schiff beinhaltet oder nicht. Wie es nach einem erfolgreich prolongierten – und hoffentlich nicht weiter ständig in irgendeiner Weise gebrochenen Waffenstillstand in der Frage um das iranische Nuklearprogramm weitergeht, steht bei all dem sowieso in den Sternen. So gesehen ist es erstaunlich, wie rasch der Ölpreis auf ein Niveau von rund USD 80 je Fass der Nordseesorte Brent fällt und gegengleich die mitten im Konflikt bereits fest notierenden Aktienindizes nunmehr neuerlich von einem Allzeit-Höchststand zum nächsten eilen. Auf jeden Fall scheint Donald Trump das leidige – und beim (Wahl-)Volk wenig beliebte – Thema Iran-Krieg im Vorfeld der Mid-Terms offensichtlich lieber heute als morgen vom Tisch haben zu wollen. Vielleicht tut sich ja wirklich einmal etwas in die richtige Richtung, so dass die Weltwirtschaft durchschnaufen könnte. Und viel wichtiger noch: Vielleicht bekommt man für die Beendigung eines Krieges, den man selbst losgetreten hat, einen Nobelpreis?
An einer anderen Front steht alles im Zeichen des Mega-Börsengangs von Elon Musks SpaceX, dem in den kommenden Monaten noch etliche weitere Börsenkandidaten aus dem Reigen von Anthropic, OpenAI, Discord, Shein, Anduril, Databricks und Revolut folgen sollten. Was ist davon zu halten? Warum drängen plötzlich so viele und noch dazu so große Unternehmen an die Börse? Macht es Sinn da mitzumachen und die Börsengänge zu zeichnen oder an den ersten Handelstagen am Markt zu kaufen? Im Vorfeld des SpaceX-Börsengangs schien es, dass einige bislang schon nicht unterbewertete Titel insbesondere aus dem IT-Umfeld weiter zulegen haben können, weil sich deren auch bisher nicht zu niedrigen Bewertungskennzahlen in Richtung derer der potenziellen Börsenkandidaten angepasst haben - also nach oben. Für die kommenden Monate kann aber durchaus befürchtet werden, dass die IPOs in einem gewissen Konkurrenzverhältnis zu den bereits an den Börsen gehandelten Aktiengesellschaften im Ringen um Liquidität stehen könnten. Auch wenn die Liquiditätssituation durchaus gut erscheint: Zu der einen oder anderen Verwerfung kann es da schon kommen. In Summe sollte dies der breite Markt aber durchaus gut aushalten können.
Und wie geht es an den Börsen weiter? Es bleibt gewiss spannend. Schlimmstenfalls sollte man sich am meisten Sorgen machen, wenn man das Gefühl hat, es könnte ohnehin nichts passieren. Letzteres verfestigt sich nämlich immer mehr. Fliegen im Nahen Osten doch wieder Raketen und steht der Schiffsverkehr um Hormus weiter still, dann gibt es einen kleinen Rücksetzer, von dem inzwischen alle erwarten, dass er nach wenigen Börsentagen wieder (mehr als) aufgeholt ist. Schaffen es hingegen die beteiligten Kriegsparteien tatsächlich weitere Schritte in Richtung Frieden zu setzen, dann kann die Erholungsrally durchaus weitergehen. In diesem Sinne bleibt Raiffeisen Research zwar auf lange Sicht durchaus zuversichtlich für die Entwicklung der wichtigsten Aktienindizes, nimmt aber auch zur Kenntnis, dass da kurz- oder mittelfristig immer wieder auch etwas dazwischenkommen kann.
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